Expeditionserkenntnisse - Tag 76

Zu zweit ist es einfach trotzdem leichter.
So meine Bilanz nach rund 12 Stunden Expeditionen auf Teufel komm raus.

Nach dem Aufploppen der Gruppeneinladung gestern abend warfen wir uns gemeinsam ins Gefecht. Was inzwischen schon langsam den Status einer Tradition bekommt und mich jedes Mal mit einem wonnigen Lächeln beglückt. Denn das Gefühl, nicht allein durch die dunklen Höhlengänge oder die sterilen Bunkerkorridore zu streifen, beruhigt ungemein. Ganz abgesehen davon, dass wir inzwischen ein verdammt effektives Kampfteam abgeben.
Seine Spezialität sind ein durchschlagsstarkes Plasma-SSG und die Massenkanone. Ich trage mit hoher Kadenz und grosser Magazinkapazität zum Gelingen unserer Aktionen bei. Was den Fernbeschuss mit Sniperwaffe und Raketenwerfer überstanden hat, läuft ins Trommelfeuer meiner Explosivgeschosse und wenn es zu nahe kommt, pumpe ich mit dem Druckluftgewehr nach. Auf diese Art haben wir uns letzte Nacht von Tier 17 bis 20 hochgearbeitet.
Dann war allerdings Feierabend!

Den heutigen Nachmittag habe ich mit Training und Materialerprobung verbracht.
Und bin verbissen genug gegen die Hellbugs angerannt, um es auch im Alleingang bis auf Tier 19 zu schaffen. Dabei wurde mir eine sensationelle Erkenntnis zuteil: Kurze Wartezeiten bis zur Wiederaufladung des Schildes sind in den Expeditionen der höheren Kapazität absolut vorzuziehen. Fast 17000 Punkte sind auch irgendwann heruntergebombt und wenn man dann 9,6 Sekunden warten muss, ehe der Schutzschild wieder hochfährt, hat man reale Chancen auf ein recht überraschendes Ableben.

Fährt der Schild aber schon nach 2,7 Sekunden wieder hoch, verlängert dies das Dasein in den düsteren Katakomben merklich. Dafür reicht auch die Zahl 9500 völlig aus. Die höhere Kapazität bewährt sich auf freiem Terrain, wenn man Beschuss ausweichen kann. Was jedoch in den unterirdischen Gefilden nahezu unmöglich ist. Dem Geschosshagel von vier oder fünf Hellbug-Schützen für zweieinhalb Sekunden auszuweichen ist schon eine Leistung, fast zehn Sekunden lang ist das aber kaum einmal möglich. Die Anzahl der Panzerplatten ist belanglos. Die sind ohnehin nach spätestens zwei Minuten zerdeppert und auch wenn man sie zehnmal wieder zusammenkleistert mit dem passenden Stim, rennt man trotzdem die allermeiste Zeit mit kaputten Teilen herum. Der bisher erprobte orange Rhino-Schutzschild musste also im Loadout-Slot für die Expeditionen jetzt einem hellblauen Funken-Protektor weichen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Erst auf Tier 19 konnte mir der Nestfürst den Hahn abdrehen.
Soviel zum Eigenschutz!

Was meine Offensivfähigkeiten angeht, schlage ich mich gar nicht schlecht.
Fast jede gemeinsam abgewickelte Operation konnte ich als Punktestärkerer abschliessen. Zumal ich mich inzwischen darauf konzentriere, sofort den stärksten Gegnern an die Gurgel zu gehen. Sind die erstmal am Boden ist der Rest eher Routinearbeit. Knifflig wird es nur stets beim Endgegner, insbesondere, wenn man die Dauer des Besuches in seinem Domizil auf recht engem Raum mit ihm zusammengesperrt verbringen muss.
Alleine brauche ich nach wie vor ziemlich viel Glück dazu.
So wie heute Nachmittag, wo sich der Nestfürst mit seinen bläulichen Barrieren aus stehenden Gulanitkristallen so bescheuert selber eingemauert hatte, dass ich ihn in aller Seelenruhe in Fetzen schiessen konnte, ohne seine Gegenwehr befürchten zu müssen. Passieren diesen Monstern aber keine hirnamputierten Fehler, ist und bleibt es knifflig bis bedrohlich, wenn ich mich ihnen alleine entgegenstelle.

Ja, kein Zweifel!
Zu zweit ist es einfach trotzdem leichter.
Und viel aufregender!