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  1. #21
    Member acidman's Avatar
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    Quote Originally Posted by DeepThought View Post

    Die nächste Viertelstunde vergeht eher entmutigend.

    Also ich hätte keine Vietelstunde gewartet
    Da gibt's das schöne Feature "Schnellreise" und *wuupp* wäre ich weg gewesen



    Dann bleibt mir nur, auf die zweite Konstellation umzuschalten. Da hab ich eine Art LMG mit vollen 500 Schuss, das mich retten könnte
    Disrupter und LMG benutzen die selbe Munition . Disrupter alle -> LMG auch alle

    Dem Volge-Viscara kann man gut ausweichen , wenn man seinen Bewegungsablauf verinnerlicht hat.
    Wenn er blau-durchsichtig wird , zur Seite springen.
    Wenn er den rechten Arm nach hinten zieht , auch ausweichen (dann kommt der schwere aber langsame Eisflammen-Angriff)
    Wenn er den Arm nach vorne macht - schneller aber "leichterer" Eisflammen-Angriff.

  2. #22
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    Ach, Schnellreise ist langweilig. Die benutze ich so gut wie nie. Sägt mir zu sehr am Realismusgefühl. Es wird erst richtig interessant, wenn man fast leergeschossen irgendwo in der Pampa sitzt und sich durchschlagen muss bis zur nächsten Munitionsbox, ohne zu wissen, wo eine steht. Ich hab's nicht eilig im Spiel. Als passionierter Modder seh ich mir die virtuellen Landschaften gern genauer an, das bringt mich auch auf neue Ideen für meine Offline-Games. Kann schon mal vorkommen, dass ich zwei, drei Stunden nur in der Hocke durchs Gemüse streife, ohne konkretes Ziel.

    Boah! Frag mich nicht, welche Knarre das genau war. Die Waffen kommen und gehen in meinem Inventar, die Namen merk ich mir nie alle. Ich hab auch schon bald aufgehört, sie zu modifizieren, weil man sowieso 'ne halbe Stunde später wieder irgendwas Besseres erbeutet. Schätze, wenn man Ego-Level 6000 erreicht hat, ist so ziemlich Ende der Fahnenstange, dann hat man wohl ein gutes Sortiment, das sich nur noch schwer toppen lässt. Aber bis dahin, hab ich den Eindruck, ist jede Waffe nur ein vorübergehendes Vergnügen.
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

  3. #23
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    Immer diese faulen 6kler. Sich per Schnellreise aus der Affaire zu ziehen ist doch feige.
    Wer Ärger anfängt muss ihn auch aussitzen.

    Hab mich früher im Spiel auch oft an sowas "festgefressen". Dann wollt ich die unbedingt plattmachen, egal wie lang es dauert, egal wie oft ich drauf geh. Diese Einstellung hilft auch im PvP ungemein.
    Und ich kanns bis heute nicht leiden, wenn mir so ein kleiner Raider ungefragt in den Rücken ballert. Der muss dafür dann büßen! Ist so.

    Beim Landschaft erkunden wirst du viel entdecken können. Die Entwickler haben sich damals wirklich Mühe gegeben und erstaunlich viel Liebe ins Detail gesteckt. Ich hab mit dieser Rumstreif-Methode die 5.000 Bolter Abschüsse auf 3 Chars fertiggekriegt. Es war herrlich entspannend und stressfrei.

    Da der Disruptor ein LMG ist, wird er wohl auch deren Mun benutzen. Aber ganz ehrlich, das hat der tollen Erzählung keinen echten Abbruch getan. Den alten Hasen fällt es aber natürlich sofort auf.
    AR/LMG/SMG teilen sich leider den Munitionsvorrat.
    Wenn man im anderen Loadout aber ein LMG mit richtig großen Magazin hat (und das vor dem Spaziergang aufgefüllt wurde) kann es trotzdem hilfreich sein, selbst wenn der Vorrat schon verbrannt wurde. Kommt halt darauf an wieviel noch am Gegner dran ist.

    Ist schon richtig wie du das mit den Waffen machst.
    Kenn das von meinen kleinen Chars sehr gut, da verbau ich auch kaum mal nen Mod. Lohnt sich nicht für die Waffen und es kostet vielzuviel Archenverwertung den Slot freizuschalten und dann noch den Mod zu verbauen.
    PC/EU - Neutronenstern
    Char1: Lunia Vibes; Char2: Aymee Vibes; Char3: Taja ria; Char4: Meeka; Char5: Therelia; Char6: Ne'nani
    PTS - Neutronenstern
    Char1: Lunia Vibes; Char2: Meeka
    PC "Ignatz":
    AMD Athlon 64 x2 4400+ - 3 Gb DDR2 - Nvidia GF 9600 GT 512mb OC @ 1440x900

  4. #24
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    Ja, das mit der vielen Mühe stimmt. Die Landschaften sind wirklich schön gemacht und eine wahre Augenweide. Hie und da entdeckt man im Gelände einen kleinen Baufehler, wie schwebende Felsen, aber das ist auch ganz normal. Wem bei so einer Arbeit keine Fehler unterlaufen würden, der wäre kein Mensch. Ich finde die Kombination aus relativ realistischen und dann wieder komplett abgefahren phantastischen Elementen ziemlich gelungen. Diese sich kringelnden Wurzeln, die übergrossen Pilze, blaues Gras, die komischen korallenartigen Dinger ... das hat schon was!
    Nur ein Manko hab ich bisher entdeckt.
    Geht man von der Eisernen Dämonen-Ranch Richtung Südwesten, erstreckt sich dort ein riesiges Areal, in dem fast gar nichts los ist. Wundert mich ein bisschen, weil man sonst auch alle paar Minuten auf ein neues Problem stösst, aber dort drin ist ausser Landschaft kaum etwas zu finden.
    Aber bisher kenne ich vielleicht ein Viertel der Karte, wenn überhaupt. Da kann noch viel kommen!
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

  5. #25
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    Verkehrsunfälle - Tag 8

    Wenn mir irgendwer beim Quadfahren zusieht, muss er denken, ich hock stockbesoffen vor dem Bildschirm. Nicht nur dass ich kategorisch die gesamte Strassenbreite brauche, ich donnere bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit in irgendetwas rein.
    Am Schlimmsten enden immer die Versuche, Strassensperren zu umfahren.

    Mal springe ich über die nächste Geländekante in einen sich auftuenden Abgrund, mal bolze ich ungebremst in die Leitplanken. Dann wieder schlingere ich wüst mittendurch und bleibe garantiert genau im Zentrum des grössten Chaos an einer Betonsperre hängen.
    Das sind immer die kniffligsten Momente: Wenn man sich vom liegengebliebenen Gefährt herunterrollt und praktisch mitten zwischen allen Feinden sitzt.
    Ich habe mir schnell abgewöhnt, mit gezogener Pistole oder Scharfschützengewehr auf das Vehikel aufzusteigen, denn wenn ich wieder mitten in 'nem Rudel Raiders spektakulär verunfalle, brauch ich eine grosse Magazinkapazität und hohe Feuerkraft in den Händen. Hab ich da die falsche Waffe in den Fingern, ist es aus mit mir!
    Ich bin nicht nur einmal wegen dieser Tolpatschigkeit draufgegangen!

    Wenn man doch das Tempo besser regulieren könnte, ich würde wohl mit der Geschwindigkeit eines Fahrradfahrers durch die Lande reisen. Aber so fahre nicht wirklich ich, sondern werde mehr oder weniger von meinem Quad mitgenommen.

    An einer Volge-Strassensperre gelingt es mir tatsächlich, das Fahrzeug so auf die Leitplanken zu setzen, dass ich mit allen vier Rädern in der Luft feststecke. Da bleibt nur schnellstens absteigen und um sein Leben rennen, während die hellen Kügelchen um mich herum zischen.

    Ein ander Mal drifte ich in voller Fahrt vom Bankett, springe über eine kleine Kuppe und segle gut und gerne 20 Meter in die Tiefe, wo ich direkt in einer Meeresbucht lande. Das Quad säuft neben mir ab, die 99ers, denen ich auszuweichen versucht habe, fächern sich oben an den Klippen auf und lassen es aus allen Rohren auf mich herabregnen, während ich verzweifelt ans gegenüberliegende Ufer zu schwimmen versuche.

    Probiere ich, einen nahegelegenen Archenfall in direkter Linie zu erreichen, ist das auch immer wieder sehenswert.
    Quer durchs Gelände zu rasen und blind darauf zu hoffen, dass man irgendwie rechtzeitig zum Ort des Geschehens gelangt, hat den unverkennbaren Charme von Russischem Roulette.
    Nur so viel: Wenn mein Ziel näher als 500 Meter liegt, renne ich inzwischen lieber!

    Solltet Ihr mal nichtsahnend irgendwo unterwegs sein und ein Quad springt plötzlich quer über die Strasse, um auf der anderen Seite zwischen Felsen oder Bäumen steckenzubleiben, in eine Schlucht zu fallen oder im Wasser zu versinken ... dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass ihr mir begegnet seid.
    Und wenn weit und breit nur ein einziger Baum auf einer grünen Wiese steht, wartet einfach ein wenig davor.
    Ihr könnt Euch ziemlich sicher sein, dass ich demnächst reinbolzen werde!
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

  6. #26
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    Rückzug - Tag 9

    Man ist ja bekanntlich Archenjäger von Beruf. Also jagt man den Archenfällen hinterher.
    Oder hab ich da was falsch verstanden?

    Gewisse Arten von Archenfällen veranlassen mich zwar inzwischen aufgrund recht beklagenswerter Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit zur sofortigen Flucht - wie zum Beispiel diese elenden Volge - aber wenn ich Hellbugs oder 99ers entdecke, stürze ich mich mit Begeisterung in die Schlacht. So auch an diesem verregneten Samstagmorgen, wo mir der Frühstückskaffee gleich viel besser schmeckt, wenn er vom Geknatter meiner Knarren begleitet wird.

    Ich bin irgendwo in der Nähe einer Farm angekommen, das rote Flämmchen ist noch knappe zweihundert Meter entfernt. Also sprinte ich darauf zu, kauere mich hinter einem Rindschweinkäfig (RINDSCHWEIN? What the F***???) in Deckung und beginne, die 99ers mit dem SSG ins Visier zu nehmen. Das läuft inzwischen schon recht routiniert ab und ich knalle die Typen ohne grössere Komplikationen über den Haufen.
    Mir fällt auf, dass ich ganz alleine hier bin.
    Aber erfahrungsgemäss bleibt das nicht lange so.
    Andere Archenjäger haben ja das selbe Hobby und eilen bestimmt schon herbei. Ist nur eine Zeitfrage, bis noch jemand vorbeikommt und gemeinsam ist das Thema schon viel einfacher zu handhaben.
    Dann halte ich mal brav die Stellung, bis Verstärkung eintrifft!

    Entschlossen ballere ich also auf die Feinde, die in endlosen Wellen aus dem Archenfall-Gebiet auf mich zustürmen. Mann um Mann klappt aus den Latschen, Minute um Minute verstreicht, Patrone für Patrone geht dahin, bis ich von der Sniperwaffe auf die Maschinenpistole wechseln muss. Zwar sackt man immer wieder ein paar Schuss ein, wenn ein dahingeschiedener Gegner ein Munitionshäufchen hinterlässt, aber so richtig fett macht das das Kraut jetzt nicht. Ich verballere wesentlich mehr Geschosse, als ich auf die Art wieder reinkriege. Natürlich gibt es hier auch eine Munitionskiste, aber die steht selbstverständlich mitten im Getümmel und davon bin ich viel zu weit entfernt. Die MP ist auch bald leergeschossen, also muss ich in den zweiten Loadout-Slot wechseln. Disruptor und Massenkanone sind noch voll aufmunitioniert.

    Irgendwie bin ich immer noch allein.
    Wieso kommt da niemand?

    Etwas nervös geworden beginne ich vor den gegen mich anrennenden Gegnern zurückzuweichen, werde immer weiter abgedrängt.
    Und es kommt noch immer kein anderer Spieler.
    Jetzt wird es dann langsam etwas eng!
    Wo bleibt die Kavallerie, Herrgottnochmal??
    Da fällt plötzlich der Groschen: Es ist Samstag kurz nach sechs Uhr morgens! Und ich zocke am EU-Server. Es wird wohl nicht viele andere Irre geben, die um diese Zeit nichts Besseres zu tun haben, als um ihr virtuelles Leben zu kämpfen!

    Es kommt tatsächlich niemand.
    Ich bin und bleibe völlig allein.
    Mal ziehe ich mich ein paar Meter zurück, dann sprinte ich wieder vor, denn irgendwie muss ich an den blöden Kristall rankommen, um ihn zu zerstören. Aber das sagt sich so leicht, wenn man eigentlich ununterbrochen auf herumhastende 99ers schiessen muss.

    Die Nervosität verwandelt sich in Panik.
    Hiiilfeeee!
    Ist da jemand?
    Kann mich bitte irgendwer unterstützen kommen?
    300 Millionen Europäer und ich bin der einzige mit Schlafstörungen??

    Es ist hoffnungslos!
    Mir bleibt nur, mich aufs Quad zu schwingen und den Rückzug anzutreten.
    Nichteinmal die Beute einsammeln kann ich noch, weil ich mich durch das ständige Zurückweichen natürlich immer weiter davon entfernt habe.
    Eine mörderische Ballerei und alles für die Katz!

    In sicherer Entfernug halte ich auf einem Hügel und verschnaufe erstmal.
    Nirgendwo ist eine Muni-Box zu entdecken.
    Ein halbes Magazin für den Disruptor und drei Schuss für die Massenkanone.
    Das ist alles, was ich noch dabeihab.
    Dann mache ich mich wohl besser in Richtung der nächsten Strasse davon.
    Irgendwo wird schon ein Munitions-Container stehen.

    Da plötzlich ploppt oben mittig auf dem Bildschirm ein Schriftzug auf.
    "Erledige den Monarch!" steht da geschrieben.
    Und der verdammte Mistkäfer trabt schon wild entschlossen auf mich zu.

    Heute ist wohl echt nicht so mein Tag ...!
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

  7. #27
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    Uuuuaaaahhhh! - Immer noch Tag 9

    Ego-Level 596.
    Archenbruch.
    Volge.
    Irgendwo in einem Raumschiff.
    Missionsname: Einbruch und Diebstahl.
    74 Abschüsse.
    21 Tode.
    Schon wieder völlig allein da drin.
    Mit SSG und MP.

    ABSOLUT nicht mein Tag heute!
    Heilige Katzenkacke!!!
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

  8. #28
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    Teamwork - Tag 10

    Durch das Zielfernrohr betrachte ich interessiert das Geschehen unter mir. In diesem bebauten Gelände scheint ein heftiges Gefecht zu toben. Und wenn ich das richtig beurteile, sitzt der Junge auf dem Dach da oben ziemlich in der Klemme. Wild ballert er mit seiner Scharfschützenwaffe um sich, während immer mehr 99ers einen regelrechten Belagerungsring um ihn ziehen.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, bin ich gerade in seine Mission reingestolpert. Drei rautenförmige Kästchen oben in der Bildschirmmitte sind aufgetaucht, davon ist eines bereits ausgefüllt. Drei Computerterminals sind anzusteuern, einen davon hat er geschafft, dann hat er sich festgefahren. Wie er schliesslich auf das Dach gekommen ist, versteh ich nicht ganz, aber dass er von da oben kaum noch runterkommt, ohne übelst aufgemischt zu werden, ist offensichtlich.
    Cool!
    Jetzt kann ich mal den edlen Retter spielen!

    Wild entschlossen schlittere ich den Abhang runter, springe über den Zaun und gehe in Deckung. Erst vor ein paar Minuten hab ich eine Maschinenpistole aufgegabelt, die satte 55 Schuss im Magazin hat. Das ist genau die Waffe, die ich jetzt brauche. Und das Baby muss ohnehin einem ordentlichen Praxistest unterzogen werden.
    "Stay on this roof!" tippe ich in den Chat.
    "ok" schreibt er zurück.
    Dann stürme ich los.
    Weil ich von hinten in das Gelände eingedrungen bin, tauche ich genau im Rücken seiner Gegner auf.
    Und damit beginnt das sagenhafteste Feuergefecht meiner bisherigen Archenjäger-Karriere.

    Der Junge auf dem Dach hat die Lage voll gecheckt. Zielsicher knipst er genau die schweren Gegner mit herrlich präzisen Kopfschüssen aus. Ich sprinte währenddessen um das Gebäude herum und kämpfe mit der MP die leichteren Feinde nieder. Wir arbeiten zusammen, als hätten wir noch nie was Anderes getan.
    Während ich die beiden anderen Computer ansteuere, hält er mir vom Dach aus den Rücken frei. Immer wenn ich kurz nach oben blicke, sehe ich den Lauf seiner Waffe genau in meine Richtung ragen. Wenn er bemerkt, dass ich nachladen muss, feuert er gekonnt auf jene Feinde, die mir gefährlich nahe kommen.
    Mann, wir sind echt ein tolles Team!

    Die Mission geht damit weiter, dass ich auf einen Turm klettern und einen Funkspruch absetzen muss.
    Kaum ist das geschehen, tauchen plötzlich jede Menge Raiders auf.
    Zusätzlich kommen Echelon-Söldner durch das Tor gestürmt, die drei Bomben entschärfen sollen.
    Jetzt nimmt die Sache erst so richtig Fahrt auf.

    Diese verdammten Gnome mit ihren Schilden und den abgesägten Schrotflinten machen mich ganz krank! Ich hab noch immer nicht herausgefunden, wie man die am wirksamsten bekämpft. Aber mit meinem Sniper auf dem Dach sind auch die ein Klacks. Ich muss nur darauf achten, dass sie ihm den Rücken zuwenden, wenn sie auf mich losgehen. Dann pustet mein Teamkollege sie einfach von hinten weg. Zwischendurch nietet er die Raketenwerfer-Raiders um, die ringsum in erhöhten Positionen aufgetaucht sind. Noch bevor die so richtig auf mich anlegen können, haben sie schon eine Kugel aus seiner Scharfschützenwaffe abbekommen.
    Ich muss lächeln!
    Wenn wir uns das abgemacht hätten, würde es auch nicht reibungsloser laufen können.

    Als das Missionsfenster aufklappt und die Sache erledigt ist, bin ich fast ein bisschen enttäuscht.
    Das hat gerade richtig Spass gemacht!
    "Awesome teamwork! Thank you!" schreibe ich ihm noch.
    "Thank you too." tippt er zurück.
    Dann schwingt er sich vom Dach herab, springt auf sein Quad und braust davon.

    Was für ein gelungener Sonntagmorgen!
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

  9. #29
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    Haarrrghrrmpfsnm!!! - Tag 10

    Etwas nördlich vom Diablo-Leuchtturm erreiche ich ein Archenfall-Gebiet.
    Ich bin der erste Spieler vor Ort.
    Und entdecke die ultimative Feuerstellung auf einer leichten Geländeerhöhung.
    Hinter einem abgesägten Baumstumpf gehe ich in Deckung und nehme das Zielgebiet ins Visier.
    Zwei Hubschrauber der Mutanten schweben darüber und setzen ihre Luftlande-Einheiten ab.
    Das wird ein regelrechtes Sniper-Festival werden hier!
    Das reinste Truthahnschiessen.

    Minutenlang lege ich Mutanten um, dass es eine wahre Freude ist.
    Einer nach dem Anderen beisst ins Gras, ihr Gegenfeuer trommelt grossteils in den Baumstumpf, ich werde kaum getroffen.
    Und immer wieder schweben neue Helis ein und setzen wieder neue Opfer für mich ab. Das ganze Gebiet leuchtet schon, überall liegen Items zum Aufsammeln herum. An mindestens vier Stellen schimmert es grün, ich kann im Zielfernrohr Waffen erkennen und mindestens zwei Schilde.
    Ich hab noch nie bei einem Archenfall so dermassen abgeräumt.
    Sobald das Chaos hier erledigt ist, geh ich einsammeln!
    Aber jetzt wird erstmal gekämpft auf Teufel komm raus.

    Andere Spieler trudeln ein und beginnen, den Kristall zu zerstören.
    Plötzlich sagt mein Ego-Implantat: "Ich orte starke seismische Aktivitäten!"
    Nicht gut! Gar nicht gut!
    Da ploppen schon die Hellbugs dutzendweise aus dem Boden.
    Die Sniperwaffe ist leergeschossen, also springe ich auf, verlasse meine gute Deckung und gehe runter, um mit der MP weiterzuschiessen.
    Aber dadurch schlittere ich schlimm in die Bredouille!

    Ich hätte bleiben sollen, wo ich war. Aber ich Idiot muss mich ja ins Getümmel stürzen.
    Und tatsächlich kostet mich dieser hirnverbrannte Leichtsinn zweimal kurz hintereinander das Leben.
    Als ich "T" drücke, bis ich zum Extraktionspunkt teleportiert werde, klappt mir die Kinnlade runter. Ich bin mehr als einen Kilometer vom Ort des Kampfes entfernt wieder aufgetaucht.
    MEINE BEUTE!!!
    Ich muss sofort zurück dorthin!
    Also rauf aufs Quad und losgerast.

    Übers Quadfahren hab ich ja schon erzählt.
    Entsprechend dauert es, bis ich wieder hinkomme.
    Der Archenfall ist inzwischen schon Geschichte. Die anderen Spieler haben aufgeräumt.
    Aber meine Beute liegt noch dort, es ist noch nicht zu spät!
    "Erledige den Monarch!" ist allerdings genau das, was ich jetzt nicht lesen wollte!
    Das darf doch einfach nicht wahr sein.
    Diese elenden Mistviecher tummeln sich genau dort, wo all meine Belohnungen verstreut liegen.
    Und der Monarch ... tja ... der macht mich platt!

    Einen Kilometer weiter hüpfe ich zum zweiten mal aufs Quad, rase wieder hektisch zurück, sterbe unter den Hieben eines Hellbug-Monarch, rase wieder hin ... zu spät!
    Alles weg!
    Meine ganze tolle Beute ist nicht mehr da.
    Und der Monarch galoppiert zum dritten Mal auf mich zu.

    Ich könnte schreien vor Wut!!!
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

  10. #30
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    Mein Angstgegner - Tag 11

    Die Kämpfe gegen die Hellbugs arten jedes Mal in unbeschreibliche Gemetzel aus.
    Und nur wenige Minuten nach den ersten Schüssen ballert man wild um sich, während man von allen Seiten angesprungen, angespuckt und bombardiert wird. Ihre schiere Masse und die enorme Bewegungsgeschwindigkeit verunmöglichen jedes koordinierte Vorgehen.
    Man kann nur noch draufhalten, was die Kanone hergibt, in der Hoffnung, möglichst viele von ihnen zu erwischen.
    Das Schlimmste aber ist es, wenn als Endgegner in einer Mission ein Monarch auftaucht.
    Das sind meine absoluten Angstgegner!

    Drei Mal ist es mir bisher gelungen, einen platt zu machen, wenn ich alleine war. Die Archenfälle zähle ich nicht mit, weil da die Hauptlast der Insektenvernichtungsarbeit meist von anderen Spielern getragen wird. Stehe ich den Biestern allein auf weiter Flur gegenüber, siege ich nur äussert selten. Und das gelingt mir auch nur dann, wenn ich irgendeine Zuflucht finde, in die das Monster nicht vordringen kann, weil es dafür zu gross ist. Durch das Tor aus einem Gebäude rauszuschiessen, während die Bestie davor hilflos herumhampelt, ist meine einzige reale Chance.
    In "offener Feldschlacht" faltet mich so eine Kreatur jedesmal fachgerecht zusammen.
    Ich hab schon alle Arten von Waffen eingesetzt, die mir bisher in die Finger gefallen sind. Und bin mit aller Macht gegen diesen Gegner angerannt.
    Umsonst!
    Gelingt es ihm, mir in Nahkampfdistanz gegenüberzutreten, hab ich ausgespielt.
    Egal, was ich auch mache.

    In den letzten Tagen habe ich so viele Stunden vor Defiance verbracht, dass sich das Game in meine Träume zu schleichen begonnen hat.
    Und heute Nacht bin ich tatsächlich aus dem Schlaf geschreckt, weil ich in meiner Traumwelt von einem Hellbug-Monarch angegriffen wurde.

    Soetwas erlebe ich jetzt nicht zum ersten Mal.
    Aber es ist doch immer wieder echt erstaunlich, wie sehr sich ein Computerspiel in die Psyche graben kann ...
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

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